B L O G  |  P e r s ö n l i c h



F e b r u a r   2 0 1 5


Meine aktuellen sakralen Glasentwürfe erfüllen meine Tage und Nächte und ich pendele oft zwischen unserem Atelier, meiner Familie und der Hauptproduktion in den Derix-Glaswerkstätten. Es ist letztlich spürbar weit und nah mehr als nur ein einfacher Brotjob, der uns jetzt zumindest das ganz einfache Überleben als 6 herzige und köpfige Familie grundlegend mit Hilfe der Glaskunst Monat für Monat fliessend sichert. Meine feine Künstlerfamilie wird damit am runden Tische satt und hatte im Winter ein warmes Dach über den wunderschönen Köpfen. Das ist schon sehr viel wert als Künstler in unserem aktuellen Zeitengeist - zwar scheinbar heute ohne jegliche Abhängigkeit von Königen und Fürsten, jedoch immer wieder in staunender Andacht verharrend  mit Blick in unser allzu verkapitalistisches Geldsystem ;-) Manchmal werfe ich einen kurzen lächelnden Blick zurück: Mit meinem Monatsgehalt vor 15 Jahren als damaliger Gesellschafter einer erfolgreichen Werbeagentur könnte ich uns alle heute mit unserem ganz einfachen finanziellen Grundbedarf fast ein ganzes Jahr lang ernähren. ;-)  J e d o c h :  Meine Lebenslinie als Mensch und Künstler legt sich aktuell um so mehr kraftvoll klar auf die Linie der Berufung. Und all die menschlichen puren Begegungen in den Hospizen, Kinderhospizen und sozialen Einrichtungen legen sich zudem wie Spulen um einen Elektromagneten. Hier gibt es keine großen Allüren, kein Ego und kein Stechen: Es geht pur nur um die menschliche Seele - und ganz bewusst heilende Orte. Vor allem um die Öffnung von heilenden Räumen - die sakrale Glasgestaltung von berührenden Orten von neuen kleinen Kapellen und Räumen der Stille. Daraus entsteht spürbar zunehmend eine unglaubliche Lebenskraft, im Austausch mit der kollektiven Seele.


Und nach all den Jahresgezeiten meiner eigenen inneren Wandlung und Versöhnung darf ich nun in intensiven Sitzungen vereinzelt tiefergehende wesentliche Heilimpulse für meine Mitmenschen durch mich hindurch fliessen lassen. Ich lerne, lehre und erfahre dabei zugleich. Letztlich umfliesst auch dies alles zu einer volkommenen Lebenspassion als Künstler, Ehemann, Vater meiner 4 Kinder, Mystiker, Poet, Mönch, Sänger, Tänzer, Schamane und Weltenwanderer. Das Leben möchte intensiv gelebt werden: Willkommen im Leben. Eben.


Tiefe Wertschätzung und Dank.

Yvelle Boris Alexander Gabriel  (Yva)

23. Februar 2015




N O V E M B E R    2 0 1 4



Viele Monate sind vergangen, seit ich Facebook verließ. Daraus entwickelte sich eine neue Kraft,

die nun wesentlich im Fokus auf Familie und Glaskunst liegt. Mein Leben veränderte sich ohne FB

essentiell. Es ist anders. Ohne Brennglas und Lupe, ohne ständigen Spiegel, ohne Kommentare und

Nachrichten. Es fliesst ruhiger. Viele kleine Aufträge öffneten sich durch die neuen klaren Tore, meine 

Kreativität ist vollkommen neu kanalisiert. Sie hat eine glasklare Intention und Ausrichtung erhalten. 


Ich fand vor einem Monat meine gesammelten Postings der letzten 5 Jahre auf FB wieder. Fasziniert las

ich alles noch einmal. In all den Jahren verwandelten sich die allzu egozentrischen Selfies zu ganz klaren

Juwelen über „Gott und die Welt“. Ich fasste die berührendsten zu einem kleinen 72 Seiten umfassenden

Buch zusammen, das nun meine Kinder und meine engste Familie in geduckter kleinster Auflage erhalten.


Die 5 intensiven Jahre auf Facebook haben mich letztlich sehr bereichert. 

Ich danke dafür. Uns allen ein erfülltes Leben. Eben.


Kraft und Frieden.


Yvelle (Gabriel Yva),

4. November 2014





J U L I    2 0 1 4 



Abschiedsworte auf Facebook


Ich danke Euch für den intensiven Austausch und möchte mich für einige Zeit ganz bewusst aus Facebook ganz verabschieden, meinen Account dafür öffentlich komplett stilllegen. Heute nacht legte ich einen Back-Up aller Postings und Bilder dafür an und bereite alles vor.


Viele Gründe legen diesen Schritt mir nahe. Vor über 5-6 Jahren trat ich Facebook bei. Seit dem ist diese offene Plattform ein sehr intensiver Bestandteil meines täglichen Lebens geworden, der unglaublich viel Kreativität, Zeit und Kraft meines Lebens verwandelt. Täglich verbringe ich Stunden damit, meine Power und Aufmerksamkeit in das Netz zu speisen.


Als freier kreativer Künstler und GlasDesigner, der eine Familie mit drei Töchtern und Frau mit all seiner Kraft ernähren muss, stellt mein sehr hoher Energieverbrauch im Facebook eine ganz besondere Anforderung dar, eine „gesunde Balance“ zwischen Familie, Frau, Akquise, Projekten, Telefonaten und all den Besuchen und Treffen „ausserhalb“ von Facebook zu finden, zumal ich die letzten 9 Monate extrem viel Power noch dazu in die Verhinderung einer industriellen Mülldeponie und der Aufklärung von Lobbyismus in unserem noch aktuellen Wohnort mit all dem dazu gehörigen Shitstorm wie Gerichtsverhandlungen, Anwaltsklagen u.s.w. aufbringen musste (www.abfalldeponie-strohn.de wird ebenso bald gelöscht).


Im Grunde wollte ich das Facebook als persönliches Tagebuch meiner Kunst, Selbstforschung und Poesie nutzen, muss aber vollends erkennen, dass es mich immer wieder maßlos all meine Energie kostet, die ich für die Lebenserhaltung, Familie, ständige Projektsuche und Jobs benötige, ich mich ständig „hineinsaugen" lasse. Und wir uns dies eigentlich in diesem Maße nur leisten könnten, wenn mich Facebook in Form eines Halbtagsjobs dafür bezahlt oder ich diese Plattform kommerziell wie andere tiefer nutze, die damals zu Anfang noch 2008/2009 im Austausch mit mir vernetzt waren, wie z.B. Pierre Frankh oder Cindy aus Marzahn. Ich habe jedoch keine Bücher geschrieben, keine Seminare aufgebaut oder Shows auf die Bühne gestellt. Ich schlug andere Wege ein, umkommerziell und sehr gestreut.


Ich regele aktuell zusammen mit Mel unser Leben nun klar neu in Intention, das absolut pure Aufmerksamkeit braucht. Unser kompletter Umzug an die Lahn nach Hessen steht bevor, all unseren Fokus legen wir danach intensiver zusammen auf Familie und gleichsam den gemeinsamen weiteren Aufbau unseres „Studio Gabriel“ und unserer sakralen Glaskunst in der Architektur. Dies braucht einen Laserstrahl und alle Energie, keine Streulinse täglich mehr im Facebook.


Gelöscht bzw. stillgelegt hatte ich mich schon zwei Male - jeweils für 8 Tage und Nächte, stets mit heftigen Entzugserscheinungen anfangs. Alle guten Dinge sind 3. ;-) So verabschiede ich mich von Herzen erst einmal von Euch allen im Netz und schaue, wie es sich anfühlt, länger als bisher vollkommen bewusst offline im Facebook zu sein. Online im Herzen. Und in meinem direkten Umfeld, in dem ich mich stets befinde.


Die letzten 12 Monate auf Facebook brachten eine tiefe Klarheit in vielen hunderten von Postings hervor, die ich als Texte ausserhalb von Facebook essentiell zusammenfassen werde, viele der Zeilen sind auf meinem Laptop nun gesichert. Alles ist darin gesagt, viele von Euch haben dies intensiv mitgelesen und Anteil daran genommen, sich darin gefunden, gespiegelt und im Austausch beflügelt. Ich danke dafür. Wir alle haben Zugang zu diesen Erkenntnissen durch unser Herz, und unser Leben dient dazu, all dies selbst zu durchleben und zu erkennen, zu integrieren und neu zu beflügeln. Willkommen im Leben. Eben. Danke.


Yvelle Gabriel,

5. Juli 2014





M A I    2 0 1 4


Unsere Entscheidung ist wundersam gefallen: Wir ziehen gemeinsam als kleiner Stamm - dies ganz bewusst in Intention für eine neue Lebensphase - ab August 2014 an die beschauliche "Perle an der Lahn", nach Hessen. Das kleine Fachwerkanwesen in einer ruhigen Ortsrandlage am wohl romantischsten stillen Flussabschnitt der Lahn bietet uns als Künstlerfamilie zugleich Schutzraum als auch einen ganz neuen Ort der Entfaltung für unsere pure essentielle Kraft: sowohl als Familie, als Paar - sowie noch wesentlicher für mich als sakraler Glaskünstler in der Architektur. In einer puren Konzentration auf das Wesentliche, was uns wichtig ist. Nach all den Jahren auf vulkanischem Boden mitsamt unmittelbar tosendem Gewässer nunmehr sinnbildlich vollkommen neue Raumveränderung: 5 Jahre Vulkaneifel, davor 4 Jahre Lanzarote, dazwischen je 1 Jahr La Palma und Neuseeland: über 10 Jahre floss das vulkanische Feuer durch meine - und letztlich unsere Seele. Zuletzt verbrachten wir überaktiv ein halbes Jahr als Paar mit dem Aufklärungskampf gegen Mülldeponie und Lobbyismus inmitten des GesundLandes Vulkaneifel - und gleichsam viele unzählige Monate auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Der neue Ort fand uns. Und wir geben uns ihm hin. Unser neues Zuhause erscheint uns wie eine Insel - ganz wie eine Oase und gleichsam ein U-Boot für die Familie: Alle Schulen in direkter Reichweite, ein jeder von uns hat seine eigenen Entfaltungsräume, der Künstler ein neues umgebautes Dachatelier, Stadt-Land-Fluss liegen nah beieinander, idyllische Natur und Flusslandschaft, gepaart mit sozialem Dorf- und Kleinstadtanschluss - und mein partnerschaftliches Glasstudio ist dort in 45 Minuten "mal schnell zu erreichen". Wir möchten zusammen in den nächsten Jahren unsere Kraft sortiert auf die Familie sowie die sakrale Glaskunst in der Architektur fokussieren und bündeln - das "Haus der inneren Sammlung" somit gemeinsam als klare Intention für eine neue Lebensphase nutzen, aus der heraus wieder ganz neues Leben entstehen darf: organisch sich wandelnd, wie seit Anbeginn unserer gemeinsamen Reise. Willkommen im Leben. Eben. Vielleicht auch wieder ganz anders als geplant. Es ist GANZ bewusst ein "Phasenhaus" für einen neuen Lebensabschnitt, auf den wieder ein neuer eines Tages zur "richtigen Gezeit" folgen wird. Alles ist vergänglich.....willkommen, du ewiglich wandelndes Leben. Eben. ;-) Ich danke meiner Frau, Muse, Geliebten, Mutter meiner Töchter und Lebensliebe Melanie sehr für ihre kompromisslose Liebe, seit wir uns wiederfanden. Ich danke meinen 3 Töchtern sehr, insbesondere für ihre kindliche Geduld in den letzten Monaten. Und ich danke ebenso tief meinem Sohn.


Yvelle Gabriel,

  1. 3.Mai 2014




A P R I L   2 0 1 4


Gutes Leben | Ich war gestern auf einem internationalen Vortrag von Alberto Acosta und sehr berührt von seiner Umsetzung der Vision des "buen vivir" bzw. vivir bien. „Gutes Leben“ bzw. „gut leben“. Buen Vivir etwa in der Bedeutung von „auskömmliches Zusammenleben“) ist ein zentrales Prinzip in der Weltanschauung der indigenen Völker des Andenraumes: "sumak kawsay".  Zusammen mit dem Pachamama-Gedanken wurde "Gutes Leben" ("sumak kawsay") 2008 an zentraler Stelle (Präambel und Art. 3) als Staatsziel in der Verfassung von Ecuador verankert und dadurch international bekannt. Als Initiator gilt eben dieser charismatische Präsident der Verfassunggebenden Versammlung, Alberto Acosta. Alberto sprach von der Notwendigkeit u.a. von regionalen Mutmachern, Austausch und Vernetzung, und von der Erschaffung von harmonischen gemeinschaftlichen Mitmach-Feldern, angefangen bei sich selbst über die Kommune, die Region, das Land und die ganze Welt. Er sprach mir tief aus dem Herzen, vieles schrieb ich selbst schon als Vision nieder. Auch initiierte ich letztes Jahr die "12 Mutmacher der Vulkaneifel", letzen Samstag trafen wir uns zum ersten Workshop, um Basispunkte zur Veränderung in der Eifel gemeinsam zu visionieren. Ich spüre: Der Wandel geschieht nun auf allen Ebenen. Wichtig ist nun, alles auf einer Ebene zu vernetzen, voneinander weltweit in führenden kleinen kommunalen Gruppen zu lernen, überall die schon bereits durchlebten Ansätze weiter zu entwickeln. Ich halte fertige Modelle für falsch, es gilt, weltweit erfolgreich angewandte Module nun zu kombinieren und im Austausch zu durchleben, neu anzuwenden...das Gute daran: Es geschieht überall bereits. Wir brauchen kein Wachstum mehr, wir brauchen keine tausend neue Konzepte und endlosen Diskussionen mehr, wir müssen nur noch wesentlicher alle zusammen täglich direkte Demokratie organisch leben, harmonische Felder in uns selbst bewusst aufbauen und an unser Umfeld weiter geben.


Yvelle Gabriel,

April 2014














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